Aktueller Stand

Aji Benito (C. Baccatum), die Keimdauer betrug nur 6 Tage, beide Pflanzen sind jetzt 26 Tage alt

Aji Benitos, 24 Tage nach dem Schlüpfen

Aji Benitos, 24 Tage nach dem Schlüpfen

Rocoto Canario (C. Pubescens), Keimdauer war 10 Tage, beide Pflanzen sind jetzt 22 Tage alt

Rocoto Canario, 20 Tage nach dem Schlüpfen

Hot Chocolate Habenero, linker Keimling vom 12.2., rechter vom 16.2.

Hot Chocolate Habenero, linker Keimling vom 12.2., rechter vom 16.2.

Hot Chocolate Habenero (C. Chinense), die Pflanzen sind nicht so ganz von der schnellen Truppe. Der erste Keimling guckte nach 7 Tagen aus der Erde, der zweite nach 11 Tagen. Die erste der beiden lässt den Ansatz des ersten richtigen Blattpaares erahnen. Zwei weiter denken auch nach 17 Tagen noch nicht ans Keimen. Gestern habe ich drei Stück nachgesät.

Espeltte (C. Anuum), habe ich ebenfalls gestern 4 Stück gesät. – Auch nach einem ca. 24-stündigen Kamillenteebad. Sie befinden sich jetzt mit den fünf Habaneros zusammen im Anzuchtgewächshaus. Die Substrattemperatur beträgt konstant 28 – 30 °C – eigentlich eine optimale Keimtemperatur.

links vier Espelettes (C. Anuum), recht drei neue Hot Chocolate Habeneros und zwei 17 Tage alte Keimlinge to be(?)

Alle gekeimten Chilis stehen zusammen mit ein paar Kräutern und Salat unter zwei Leuchtstoffröhren (T8, 865, 36W) und bekommen pro Tag 12h künstliche Beleuchtung. Licht schienen sie alle genug zu haben. Keine der Pflanzen ist vergeilt.

Künstliche Beleuchtung

So langsam mache ich mir Gedanken über das Substrat für die Kübel. Substrat auf Torfbasis kommt mir nicht ins Haus! Torf gehört in die Moore. Die Entnahme daraus ist massenhafte Zerstörung einzigartiger Landschaften mit der dort enthalten Flora und Fauna. Fertige Bio-Substrate sind leider exorbitant teuer. Ich werde mir daher wohl selber was mischen aus Perlite, Kokosfasersubstrat (z.B. Kokohum oder U-Gro) und Kompost vom lokalen Kompostwerk. Der Liter kosten mich dann ca. 0,17 €.

6 comments to Aktueller Stand

  • Markus

    Hallo,
    Kokosfasern ersetzen Torf überhaupt nicht.
    Da bestehen etwa Unterschiede wie bei Fisch zu Vogel.
    Torfersatz gibt’s nicht, man denke an die Versuche mit
    Holzfasern, oder den Gebrauch von Papiertöpfen….alles
    kläglich gescheitert.
    Es gibt bei jeder Branche etwas zu kritisieren betreff Umweltschutz.
    Und mit Laien ist’s nun mal schwierig sachlich zu streiten.
    MfG, Markus

    • jmsanta

      Selbstverständlich, lieber Markus, ist es möglich im Garten- und Landschaftsbau auf Torf weitgehend zu verzichten. Ich habe z.B. dieses Frühjahr für unseren Garten sehr erfolgreich 30 Maispflanzen in Papiertöpfen, gefüllt mit einer Mischung aus ca. 50% Gartenerde (Löss) und 50 % Kokosfasern, vorgezogen. Desgleichen für unsere Zimmerpflanzen, die größere Töpfe bekommen haben eine ähnliche Mischung – ausführlicher habe ich mich aber in einem eigenen Artikel ausgelassen…

      Aber ganz pauschal „Laien“ gleich von vornherein abzusprechen, daß sie einer sachlichen Diskussion nicht fähig sind ist doch schon sehr seltsam. Oder heißt sachlich streiten bei dir: „Ich nehme bedingungslos die Ansicht des anderen Diskutanten an?“ Wenn ja, dann ist mit mir tatsächlich ein sachlicher Streit vollkommen unmöglich. Im zuvor verlinkten Blogbeitrag findest du problemlos Verweise auf entsprechende Fachliteratur, z.B.: Dr. Michael Henze, Torfverwendung im Garten-, Landschafts-und Sportplatzbau; Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.

      Es geht doch wiedermal nur um eine weitere Facette einer ganzen Geiz-ist-geil-Gesellschaft. Ich habe bisher kein fachliches, sachliches Argument gehört, das am Ende nicht auf’s liebe Geld hinausläuft und die Verwendung Torf für mehr als nur für ein paar ganz, ganz wenige Spezialfälle rechtfertigen würde. Aber gerne lasse ich mich überzeugen und warte auf neue Argumente…

      Torf tötet und der Abbau zerstört nachhaltig einzigartige Landschaften – das ist das Einzige an Nachhaltigkeit beim Torfabbau.

      Mit Elli kann ich im Übrigen ganz hervorragend streiten, da wir uns persönlich recht gut kennen. Ich habe bei ihr auch schon Geld für qualitativ hervorragende Pflanzen gelassen, die in torfhaltigem Substrat angebaut waren.

  • Kokosfaser mag ja Abfallprodukt sein, ist aber für den gewerblichen Substratmischer zu teuer. Das ist der Kunde nicht bereit zu zahlen.

    Außerdem hat es auch einen anderen pH Wert als Torf und damit nicht wirklich ein guter Ersatz für Moorbeetpflanzen, die den pH Wert gesenkt benötigen.

    Für Deine 20 Pflänzchen ist es aber nicht zu teuer…
    Für 60 000 Töpfe schon…

    Gruß, Elli

    • jmsanta

      Ah, liebe Elli, da sind wir doch gar nicht mehr so weit von einander weg. 🙂 Der höhere Preis ist das Hauptproblem, aber das schrub ich ja bereits. Im Vergleich zu teuren Markenprodukten auf Torfbasis bin ich bei meinen 20 Pflänzchen sogar preiswerter, im Vergleich zur preiswerten Massenware etwa 1,00 € je 10l Kübel teurer – alles bezogen auf Endverbraucherpreise als Kleinstabnehmer.

      Das Torf dann für einige Spezialanwendungen weiterhin erforderlich sein mag ist sicher akzeptabel, aber selbst da finden sich bereits Alternativen.

      Auch wenn du mir dafür ins Gesicht springen magst, aber ich würde eine generelles Verbot zur Verwendung von Torf ausdrücklich begrüßen. Dann ist der Preisdruck auf alle Anbieter gleich stark und es hört endlich dieser Teil massenhafter Naturzerstörung zu Gunsten einer Geiz-ist-Geil-Mentalität des achso mündigen Verbrauchers auf. Als Torf nur regional von Mooranwohnern genutzt wurde war er sicher fraglos ein regeneratives Produkt, aber sobald der Abbau die Regenerationsrate übersteigt ist es das nicht mehr.

      Warum auch in Gebieten, die nicht dafür geeignet sind, massenweise Pflanzen wie Rhododendren gepflanzt werden müssen erschließt sich mir auch nicht – aber das ist ein anderes Thema 🙂

  • jmsanta

    Klar, ist Torf ein nachwachsender Rohstoff, genauso wie Erdöl – es dauert nur mehrere Tausend bis Millionen Jahre!
    Es tut mir leid, wenn ich dir widerspreche, aber Torf ist meiner absoluten Überzeugung nach ersetzbar – nur eben nicht ganz zum gleichen Preis.
    Zur Ökobilanz stimmt das so auch nicht. Kokossubstrat kommt komprimiert und wasserfrei für Europa z.B. aus Indien auf dem Seeweg und wird dann erst für den Gebrauch gequellt. Kokossubstrat ist – im Gegensatz zu Torf – ein echtes Abfallprodukt. Torf kommt per LKW weit aus Osteuropa hierher, hat im Transporztustand ein wesentlich größeres Volumen und wiegt mehr. Und die Ökobilanz vieler LKW aus Osteuropa ist wesentlich schlechter als eines großen Containerschiffs aus Indien. Der CO2-Bedarf für Transport, Herstellung etc. ist für Torf etwa siebenmal so hoch wie für Kokosfasersubstrat. Nimmt man den Umweltbelastungsindex ist er für Torf immer noch doppelt so hoch wie für Kokosfasern.

    siehe auch:
    http://www.myclimate.org/fileadmin/documents/cms/Publications/090120_Bilanz_RicoteErde_public.pdf
    http://www.gplus.ch/fileadmin/pdf_files/2002pdf/gplus_24_26/26_02_12-13.pdf
    http://www.kompost.at/pages/news/letter/2008/Huk_05_08.pdf
    http://www.coirtrade.com/

  • In Irland wird Torf täglich in Torfkraftwerken zur Stromgewinnung verbrannt. Es gilt dort als nachwachsender Rohstoff.
    Da ist er mir im Garten und grad für die Moorbeetpflanzen hundertmal lieber. Torf läßt sich auch nur schlecht ersetzen, die Wasserspeichereigenschaften sind hervorragend. Das schafft Kokossubstrat längst nicht so gut, und dies hat des weiteren lange Transportwege, die auch negativ auf die Ökobilanz schlagen.
    Kompost dagegen ist zu nährstoffreich und zu schlecht zu kontrollieren.

    Wir hatten vor zwei Jahren Versuche mit Kompost aus der Kompostieranlage gemacht. Da der Torf einen Preisanstieg von 300% hatte, den wir an die Kunden nur schlecht in dem Umfang weitergeben können.
    Ergebniss: Ziemliche viele Stecklinge sind verbrannt, der Nährstoffgehalt war zu hoch. Grad bei Jungpflanzen ist es wichtig, daß zwar ausreichend aber nicht übermäßig Dünger vorhanden ist.

    Für den privaten Gebrauch ist der Verbrauch an Torf da im Vergleich sehr gering.

    Gruß, Elli

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