Gartengestaltung Teil 1: Bestandsaufnahme und Planung

Wir wohnen seit 2013 in diesem Haus und der Garten sieht immer noch aus wie eine Kreuzung aus Schlachtfeld (ganz viel Klatschmohn) und einer Müllhalde. Wir haben seit einiger Zeit vor dieses zu ändern, leider läuft das nicht immer so wie man sich das vorstellt. Durch mehr oder weniger glückliche Umstände konnte uns meine Schwiegermutter einen nicht unerheblichen Betrag für den Garten zur Verfügung stellen. Dieses erlaubte uns einige Arbeiten zu vergeben und Material zu kaufen.

Als erstes gab es dann eine Bestandsaufnahme. 

Blick von der Terrasse

Hier sieht man den halbfertigen ersten Teil der Außenküche, die Steine für den zweiten Teil und jede Menge Holz das im Laufe der Zeit in diesem Garten gelandet ist und nicht verfeuert werden kann.

Blick Richtung Gewächshaus

Hier ist der Erdhügel im Garten recht gut zu erkennen (höchste Erhebung im Dorf), das Gewächshaus sowie jede Menge Krempel der in einen Schuppen gehören würde. Im Hintergrund sieht man das alte Kaminholzregal, das passend zu Karneval in der Nacht zu Rosenmontag zusammenbrach und somit auch neu aufgebaut werden musste. 

Wenn ich groß bin werde ich ein Schuppen

Hier sieht man jede Menge RCL-Schotter und das Gerüst, das irgend wann mal der Geräte- und Fahrradschuppen werden soll. Auch hier ist wieder jede Menge an Müll zu sehen. 

Der Zugang zum Haus.

Hier sehen wir den Zugang zum Haus, eine Palette mit Kaninchendraht, diese Antirutsch-Vorrichtung kennen wir von einigen Wegen in Großbritannien und den Niederlanden. Daneben dann wieder eine ganze Menge Dinge für Sperrmüll und Schrott. Über den Carport und den Vorgarten breiten wir besser einen Mantel des Schweigens.

Was also tun, da wir als einzigen Ansatz 3,5 Jahre Berichte von der Chelsea-Flowershow, 3 Jahre aufmerksames verfolgen von Gardeners World und unzählige Besuche in Sissinghurst, Great Dixter und anderen wunderschönen Gärten auf der Insel hatten. Dadurch wussten wir zumindest grob was wir wollten und was wir auf keinen Fall wollten. Ich habe dann das folgende Buch bestellt: RHS Encyclopedia of Garden Design: Planning, Building and Planting Your Perfect Outdoor Space

Lektüre an kühlen Winterabenden

Dieses Buch gibt es auch auf deutsch, Garten-Design: Die große Enzyklopädie. Uns hat es sehr geholfen, im ersten Kapitel wurden Fragen gestellt, wofür man den Garten nutzen will und was man einem gefällt. Dann wurde auf unterschiedliche Gartenstile eingegangen und mit Beispielen gezeigt wie sie wirken.

Wir haben das Buch ausgiebig studiert gemeinsam und alleine unsere Gedanken aufgeschrieben und dann angefangen zu zeichnen. Dabei haben wir dann irgendwann festgestellt, dass uns im Garten ein Grenzstein fehlt oder er sehr tief sitzt. Wir suchen ihn immer noch. Wir haben viel gezeichnet. Dann haben wir auf der Basis unserer Wünsche angefangen Kostenvoranschläge für die Erdarbeiten einzuholen. Dabei stellten wir dann fest, dass es kaum noch Unternehmen gibt, die Zeit haben und überhaupt mal vorbei kommen. Von den ca 10 angefragten Unternehmen kamen drei vorbei. Einer fiel sofort raus auf Grund seines Benehmens oder dem Fehlen des selbigen. Bei den anderen beiden machte den Unterschied dann nur noch der früheste Anfangszeitpunkt, von beiden hatten wir sehr gute Referenzen.

Für uns hieß das, Entrümpeln. Wir haben uns den größten Anhänger der Straße ausgeliehen und haben drei Touren zum Recyclinghof unternommen und als alles vorbei war, habe ich zwar noch was gefunden, aber der Garten war praktisch leer.

Ein ausgeräumter Garten

 

 

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