Willkommen in der Sowjetunion

Willkommen in der Sowjetunion

An einem der letzten Tage unserer Reise besuchten wir die Stadt Barentsburg. Diese von den Niederländern gegründete Bergbaustadt wurde 1932 an die Sowjetunion verkauft und ist heute die zweitgrößte bewohnte Häuseransammlung auf Svalbard. Auch heute leben hier ausschließlich Russen und Ukrainer. Barentsburg ist eine aktive Bergbaustadt und kein Museum, das war uns auch bewusst als wir die Stadt besuchen wollten. Doch das gestaltete sich anfangs schwieriger als wir uns vorstellten. Der Hafen hatte nur Platz für große schiffe der einzige Platz wo unser Segler festmachen konnte war belegt also Anlegen nach Piratenmanier ab ins Zodiac und den Strand entern. Der Job des Hafenmeisters fiel wohl irgendwelchen russischen Sparbemühungen zum Opfer und so sah sein verschlossenes Büro auch aus.

Büro des Hafenmeisters
Büro des Hafenmeisters

Besonders beeindruckend fanden wir die moderne Telekommunikationstechnik die angeschlossene Telefonzelle auszeichnete.

Telefon im Hafen
Telefon im Hafen

Vom Hafen ging es erst einmal eine endlos erscheinende Treppe hinauf nach oben in die Stadt, nach den Aussagen unserer Reiseleiters dauerte dieser Weg vor der kürzlich erfolgten Erneuerung der Treppe mindestens 3 mal so lang da man den morschen Balken und verrosteten Stufen ausweichen musste. Endlich oben angekommen hatten wir den Eindruck eine Zeitreise unternommen zu haben. Lenin grüßte uns und das Ziel Kommunismus wurde auch weiterhin plakatiert und ausgerufen.

Lenin propagiert den Kommunismus
Lenin propagiert den Kommunismus

Daß es auf den Bildern überwiegend grau ist, liegt nicht daran, daß es eine russische Stadt ist sondern daran, daß es wie aus Eimern geschüttet hat und wir ziemlich schnell das einzige Hotel am Ort mit Bar auf gesucht und uns ein russisches Frühstück gegönnt.

Frühstück auf russisch!
Frühstück auf russisch!

Wer schon einmal in Barentsburg war, kann sich vorstellen was jetzt kommt, wir sind mit dem real existierendem Sozialismus konfrontiert worden. Die Dame die uns den Tee und das Wasser des Lebens verkaufen durfte war unglaublich motiviert und schnell…. Unsere Guides und erfahrene Arktisreisende erzählten uns das sie schon immer so gewesen sei. Auch wurde uns erzählt das Barentsburg in den letzten Jahren wesentlich sauberer und aufgeräumter geworden wäre und der Schrott in den Containern am Hafen früher in der  Stadt verteilt herum gelegen hätte. Was mir weiterhin in Erinnerung bleiben wird sind die vielen monumentalen Fassadenbilder mit sowjetischer Propaganda wie man sie aus alten Bildern von Ost-Berlin oder Moskau kennt.

Wandmalerei
Wandmalerei

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