Wintergrillen – Kochbuch-Challenge

In diesem Beitrag zu unserer Kochbuch-Challenge soll es „Wintergrillen“ von Tom Heinzle gehen. Diese Kochbuch oder Grillbuch liegt hier seit Jahren im Regal und wir hatten schon öfter vor etwas daraus zu zubereiten, aber irgendwie sind wir nie dazu gekommen, dabei sind die Rezepte interessant und machen Lust auf den Grill. Es könnte einfach am Titel des Buches liegen.

Wintergrillen, wir haben uns schon öfter über diesen Begriff lustig gemacht, denn für uns hat Grillen keine Jahreszeit, es ist immer Saison. Auf der anderen Seite fehlen mir in vielen Grillbüchern die Kerntemperaturen für Lebensmittel die es eher im Winter gibt, wie Gans oder Wild. Doch es gibt Dinge die sich in der kalten Jahreszeit gegenüber dem Grillen im Sommer verändern, dazu gehört ins besondere der Kohleverbrauch. Bei niedrigeren Außen-Temperaturen verbraucht man tendenziell mehr Kohle als bei höheren. Hierbei ist dann auf qualitativ hochwertige Kohle zu achten sonst ist man die ganze Zeit damit beschäftigt nach zu legen und auf Temperatur zu bringen. Wir fahren dafür regelmäßig zum Fabrikverkauf von Holzkohle Schmitz in Mönchengladbach. 

Aber nun zum Rezept, wir haben uns für das Hähnchen im Heubeet entschieden. 

Heu einweichen damit es auf dem Grill nicht verbrennt.

Die Zutatenliste:

1 Huhn (guter Qualität)
80 ml Whisky
1 EL Pimenton
1 TL Knoblauchpulver
1 EL Curry
1 TL Salz
1/2 TL Chili
1 TL brauner Zucker
1 TL Kreuzkümmel
1 TL gem. Zimt
Heu

Da wir diese Art der Zubereitung noch nie angewandt haben, wollten wir uns an das Rezept halten, denn Varianten kann man später auch noch einfügen. Also erstmal das Heu einweichen, dazu werden 1 Teil Whisky mit 7 Teilen Wasser vermischt und das Heu darin für 2 Stunden eingeweicht.  Wir haben uns für den Ardbeg 10 entschieden, da keine Angabe im Rezept war in welche Richtung der Whisky gehen sollte. Wenn wir das Rezept richtig verstanden haben sollten die Gewürze mit in das Heu, aber was passiert dann mit dem Huhn? Wenn man sich die Bilder im Buch ansieht ist es eigentlich klar das das Huhn auch eine Würzung braucht. Wir haben dann etwas improvisiert und aus den genannten Gewürzen einen Rub hergestellt und das Huhn damit eingerieben.

Wir haben uns für ein gewürztes Huhn entschieden.

Danach wurde das Huhn dann mit dem eingeweichten Heu gefüllt und bei ca 200° C und indirekter Hitze auf den Grill gelegt. Die 1,5 Stunden Garzeit nutzten wir dann um die letzten Bamberger Hörnchen der 2017er Ernte und eine Whisky Soße zuzubereiten. 

Lecker

Es war ein wunderbares Essen, das wir uns da zum 10. (standesamtlichen) Hochzeitstag gegönnt haben. Zwei Dinge sind super wichtig: 1. Keinen zu rauchigen Whisky verwenden, sonst schmeckt das ganze zu sehr nach Torf also das nächste mal einen anderen Whisky. Und zweitens, die Qualität des Huhns macht viel aus, also eher mal etwas tiefer in die Tasche greifen und einen vernünftigen Flattermann kaufen. 

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